PowerFolder – Der Weg vom Start-up in die Profi-Klasse     (Stand: Januar 2018)

Manch große Erfindung wurde aus der Not geboren: So hatte PowerFolder-Erfinder Christian Sprajc während seines Studiums der Wirtschaftsinformatik den Wunsch, ganz unkompliziert mit seinen Kommilitonen Studienunterlagen zu tauschen, ohne sie umständlich per Mail von einem zum anderen schicken zu müssen. Weil das passende Programm dazu aber nicht existierte, beschloss der heutige PowerFolder-Geschäftsführer kurzerhand, das eben selber zu schreiben. Nach einem 40-stündigen Coding-Marathon war der erste Prototyp fertig. Und weil er schon damals praktisch und pragmatisch dachte, machte er die Software auch gleich zum Prüfungsthema – und schlug zwei Fliegen mit einer Klappe.

Mit einem abgeschlossenen Studium und einem fertigen, guten Produkt in der Hand wagte Christian Sprajc mit PowerFolder den Weg in die Selbstständigkeit. Und die begann in einem 30 qm Appartement in Düsseldorf. „Think Big“ war die Devise: Zu den ersten Kunden gehörten 2009 der französische Fortune-500-Konzern Bolloré und die „Internet Corporation for Assigned Names and Numbers“ – besser bekannt unter dem Kürzel ICANN. Schon damals mit dabei war Bernhard Rutkowsky, heute verantwortlich für Marketing, Support und Web-Development.

Ein Jahr später erfolgte dann auch die formale Gründung des eigenen Unternehmens, der „dal33t UG“. Die „Leetspeak“-Schreibweise des Namens darf als Reminiszenz des Firmengründers an seine Gaming-Vergangenheit verstanden werden. In diesem Jahr begann PowerFolder, sich auf den deutschen Mittelstand – und da besonders auf Kunden aus der IT und dem Maschinenbau – zu konzentrieren.

2011 konnte PowerFolder vermehrt Kunden aus dem EDU-Bereich für sich gewinnen. Neben den luxemburgischen Schulen, die fortan auf PowerFolder setzten, realisierte auch die GWDG, die Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung mbH Göttingen (eine gemeinsame Einrichtung der Georg-August-Universität Göttingen und der Max-Planck-Gesellschaft (MPG)) ihre eigene In-House-Cloud mit der PowerFolder-Software.  Das Unternehmen wuchs schnell, es erfolgte der Umzug in neue, größere Räumlichkeiten in den Nachbarstadtteil Lörick – und damit ins Herz des Düsseldorfer „Japantown“. Düsseldorf hat  – nach London und Paris – die drittgrößte japanische Gemeinde und ist mit seinen 360 Unternehmen ein wichtiges Zentrum japanischer Wirtschaftsaktivitäten. So freute es PowerFolder dann auch besonders, ALPS Electric Europe, eine Tochtergesellschaft des japanischen Nikkei-225-Elektronik-Konzerns Alps Denki, 2011 als Neukunden gewinnen zu können.

Auf diesem Kurs ging es 2012 weiter. Mit dem börsennotierten Sensorik-Spezialisten Measurement Specialities, seines Zeichens NASA- und ESA-Zulieferer, der auch für die Fahrzeug-, Rüstungs- und medizinische GeräteIndustrie produziert, konnte – neben vielen anderen – ein weiterer großer internationaler Kunde gewonnen werden. Außerdem begann PowerFolder, vermehrt auf die Zusammenarbeit mit Vertriebspartnern und anderen Cloud-Service-Providern zu setzen, die ihrerseits PowerFolder anbieten und nutzen; so wurde eine noch größere Basis für die Verbreitung geschaffen.  Und schließlich konnte man mit dem MEWA Textilservice den Weltmarktführer im Bereich Textil-Management als PowerFolder-Nutzer begrüßen.

2013 wurden wichtige Weichen gestellt. Nach einem monatelangen Auswahlverfahren konnte sich PowerFolder gegen namhafte Mitbewerber durchsetzen und erhielt vom Land Baden-Württemberg und dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) den Auftrag für die größte deutsche Hochschulcloud. Mit dem Online-Speicherdienst „bw Sync&Share“ – der dann ein Jahr später an den Start ging – steht rund 350.000 Studierenden und 100.000 Beschäftigten aller Hochschuleinrichtungen in Baden-Württemberg bis heute eine höchst effiziente und sichere Cloud zum Synchronisieren und Teilen von Dokumenten zur Verfügung. Aber auch sonst war man nicht untätig: Mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), dem Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung und dem  Deutschen Institut für internationale Pädagogische Forschung(DIPF) konnten in diesem Jahr weitere Forschungseinrichtungen von internationalem Ruf als Kunden begrüßt werden.

Der Start der „bw Sync&Share“ in Baden-Württemberg, die neue Zusammenarbeit mit Konzernen  wie dem Biotechnologie-Unternehmen KWS Saat, dem größten unabhängigen Musikunternehmen Europas Edel  und der zum TÜV-Nord gehörende DMT GmbH (Rohstofferkundung) standen 2014 unter anderem auf der Agenda von PowerFolder. Außerdem bekam  das Vertriebsnetz nun auch wichtige Standbeine in Übersee: Mit dem US-Cloud-Spezialisten O4IT (Miami) wurde eine Partnerschaft vereinbart und so ein kurzer Draht für amerikanische Anwenderunternehmen geschaffen.

2015 konnte das Netz der Hochschulen, die mit PowerFolder arbeiten, auch auf Bayern ausgeweitet werden. Durch die Einführung einer Cloud können seit dem Wintersemester 2015 die rund 130.000 Studierenden und gut 40.000 Mitarbeiter der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und der Technischen Universität München (TUM) die Sync&Share-Lösung aus Düsseldorf nutzen. Verantwortlich zeichnen das Leibniz Rechenzentrum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (LRZ, für München) und das Regionale Rechenzentrum Erlangen (RRZR, für Nürnberg) in Zusammenarbeit mit PowerFolder. Das soll aber erst der Anfang sein: Auch die anderen Hochschulen Bayerns sollen für PowerFolder gewonnen werden. Der bayerische Wirtschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle hat angekündigt, den Aufbau eines hochschulübergreifenden Sync und Share-Dienstes in den nächsten fünf Jahren mit insgesamt bis zu einer Million Euro fördern zu wollen. Im Rahmen der „Bayern-Cloud“ sollen im Endausbau dann alle der mehr als 400.000 Angestellten der bayerischen Hochschulen von diesem Dienst profitieren.

Eine Zusammenarbeit gibt es auch mit der Universität Düsseldorf. Mit der dortigen Arbeitsgruppe für Technik sozialer Netzwerke sucht PowerFolder nach einer Möglichkeit, Dokumente zwischen mobilen Endgeräten direkt und sicher auszutauschen. Das Projekt „D2D Connect“ wird dabei auch vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert. In einem Early Access Preview (EAP) für die PowerFolder-App für iOS konnte D2D Connect dann seit Anfang 2018 getestet werden; die finale Integration in PowerFolder ist für die Version 14 geplant, die ebenfalls noch 2018 escheinen wird.

Und auch sonst ist PowerFolder immer auf der Suche nach neuen technischen Lösungen: So integrierte man 2015 den Malware-Schutz des Sicherheitsspezialisten Avira in die Cloud; die „Cloud Malware Protect“ bedeutet noch mehr Sicherheit für die Kunden. Mit dem Qualitätssiegel „IT Security Made in Germany“, das PowerFolder 2015 erhielt, wird die Erfüllung höchster Qualitäts- und Sicherheitsstandards dann auch nach außen dokumentiert.

Auch das Jahr 2016 verlief ereignisreich. So gesellten sich unter anderem auch die Universitäten von Birmingham und Rostock zum Kreis der Hochschulen, die PowerFolder nutzen, ging man eine strategische Allianz mit der Wortmann AG ein, wurde die Zusammenarbeit mit dem KIT verlängert und die Online-Dokumentenbearbeitung „OnlyOffice“ in PowerFolder integriert; damit können Nutzer ihre in der PowerFolder-Cloud gespeicherten Dokumente, Spreadsheets und Präsentationen bearbeiten, ohne die PowerFolder-Oberfläche verlassen zu müssen. Ende des Jahres erfolgte dann der längst überfällige Umzug aus den zu klein gewordenen Räumen im beschaulichen Meerbusch zum Düsseldorfer Seestern ins pulsierende Herz der IT-City.

Anfang 2017 schließlich konnte PowerFolder sein 10-jähriges Jubiläum feiern. Was aber kein Grund war, die Hände in den Schoß zu legen: Mit der „deutschen.hochschul.cloud“ gab es den Startschuss zu einer der größten digitalen Initiativen im deutschen Bildungswesen, der sich über 100 deutsche Hochschulen mit über einer Million Nutzern anschlossen. 2017 fiel auch eine weitere wichtige Entscheidung: Ab dem Jahr 2018 nutzen auch die 250.000 Studierenden, Wissenschaftler und Angestellten der 13 staatlichen hessischen Hochschulen die File Sync&Share-Lösung „PowerFolder“ im Rahmen der Hessenbox. Aus einer EU-weiten Ausschreibung und einer zweijährigen Evaluierungsphase ging PowerFolder als klarer Sieger hervor. Weitere Highlights des Jahres 2017 waren für PowerFolder unter anderem die Integration der Verschlüsselungs-Software „Cryptomator“, die Mitgliedschaft im „Bundesverband Internetmedizin“ (BIM) und die ISO/IEC 27001 – Zertifizierung der PowerFolder-Server beim Webhosting-Dienstleister und Rechenzentrumbetreiber Hetzner.

So ist PowerFolder in den letzten Jahren stetig gewachsen. Aus einem aus der Not geborenen „Ein-Mann“-Studenten-Projekt in einem kleinen Appartement wurde  eine weltweit erfolgreiche Sync & Share-Lösung, die in der Profi-Liga spielt. Inzwischen beschäftigt PowerFolder 15 festangestellte und eine ganze Reihe freier Mitarbeiter. Trotz einiger – mit deutlichen finanziellen Anreizen verbundenen – Angebote, sich an einem anderen Standort niederzulassen, will dal33t mit seinem PowerFolder Düsseldorf aber auch in Zukunft treu bleiben. Und das nicht nur aus Heimatverbundenheit: Zum einen sind 25 Prozent der DAX-Unternehmen rund um Düsseldorf beheimatet, zum anderen ist Düsseldorf eine „Digi City“: Zahllose Global Player aus der IT-Branche sind hier anzutreffen – wie etwa E-Plus, Vodafone, Hewlett Packard, Nokia Siemens, Huawei, NEC, Cisco und viele andere.  Hier – mitten im IT-Herz von Deutschland – ist PowerFolder bestens platziert. Mit dem Ziel, auch irgendwann in einem Atemzug mit den Global Playern genannt zu werden.

 

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