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SharePoint 2016 und 2019 sind aus dem Support — die Microsoft-Cloud ist nicht der einzige Ausweg

Am 14. Juli 2026 ist der erweiterte Support für SharePoint Server 2016 und 2019 ausgelaufen. Es gibt keine Sicherheitsupdates mehr, keine Patches, keinen Support. Zum 31. Dezember 2026 folgt der Office Online Server — damit fällt auch die Bearbeitung von Office-Dokumenten im Browser weg, die viele Häuser genau daran gekoppelt haben.

Microsoft nennt zwei Wege: die SharePoint Subscription Edition im eigenen Rechenzentrum oder Microsoft 365 in der Cloud. Beide haben einen Preis, der nicht nur in Lizenzkosten steht. Die Subscription Edition bedeutet Migration, Abo und weiterhin vollen Eigenbetrieb. Der Weg in die Cloud bedeutet, dass Inhalte in die Reichweite des US-CLOUD Act wandern — für Behörden, Hochschulen und regulierte Branchen ist das seit dem Schrems-II-Urteil keine Formalie, sondern eine Frage, die man vor der Rechtsaufsicht beantworten muss.

Es gibt einen dritten Weg, und er ist weniger Arbeit als sein Ruf. Der größte Teil der Angst vor einem Plattformwechsel gilt Dingen, die sich gar nicht ändern: Die Anmeldung bleibt — im eigenen Rechenzentrum hängt sich PowerFolder an dasselbe Active Directory, LDAP, SAML oder Kerberos, aus dem sich heute auch SharePoint bedient; Rollen und Organisationseinheiten kommen weiter aus dem Verzeichnis. Office-Dokumente werden weiter im Browser bearbeitet, über die ONLYOFFICE-Integration, gemeinsam und in Echtzeit — genau die Funktion, die mit dem Office Online Server wegfällt. Der Weg über Outlook bleibt: Das Add-in ersetzt den Anhang durch einen Link mit Passwort, Ablaufdatum und Download-Limit. Und wer Ordner als Laufwerk eingebunden hat, bekommt das über WebDAV zurück.

Was sich ändert, ist der Ort. Die Inhalte liegen entweder auf Ihrer eigenen Hardware hinter Ihrer Firewall oder in ISO-27001-zertifizierten Rechenzentren in Deutschland, mit deutschem Vertragspartner. Die Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO ist Vertragsbestandteil, ohne gesonderte Unterschrift. Jede Datei-Aktion landet in einem granularen Audit-Log, das sich revisionssicher ablegen und an ein SIEM übergeben lässt — was eine Ausschreibung meist ohnehin verlangt.

Der Umzug läuft in Wellen, nicht an einem Wochenende. Bewährt hat sich: erst Bestandsaufnahme, wo welche Daten und Abläufe wirklich liegen; dann ein Pilot mit einem einzelnen Team; die Konten per Massen-Import über CSV, Active Directory oder LDAP; danach Abteilung für Abteilung. Die alten Wege werden erst geschlossen, wenn der neue trägt. Ein Landesministerium mit 2.400 Beschäftigten hat auf diesem Weg SharePoint Online abgelöst und war nach sechs Wochen produktiv.

Der Stichtag ist gesetzt, die Richtung nicht. Drei Wege, das auszuprobieren: Community Edition laden und auf der eigenen Hardware anfangen — bis 50 Nutzende dauerhaft kostenfrei, ohne Lizenzschlüssel. In der Cloud starten, wenn Sie den Betrieb nicht selbst übernehmen wollen — Server in Deutschland, 30 Tage testen ohne Zahlungsmittel. Oder Migration besprechen, wenn Sie wissen wollen, wie das für Ihre Umgebung konkret aussieht — wir rechnen es mit Ihnen durch.

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